Ich liebe Sweatshirts, besonders gemusterte Sweatshirts! Ich habe eine ganze Sammlung 😂, aber ich kann nie widerstehen und nähe mir jedes Jahr ein neues, wobei ich meine Techniken verbessere.
Diese Woche lade ich euch ein, meinen neuen gemusterten Sweatshirt zu entdecken, der komplett mit der Overlockmaschine genäht wurde... los geht's!
Warum Sweatshirts (oder T-Shirts) mit der Overlockmaschine nähen?
Das ist meine Lieblingsmethode, weil:
1. es sehr schnell geht
Um ehrlich zu sein, brauche ich nach dem Zuschneiden meiner Teile normalerweise etwa 1 Stunde, um meine Sweatshirts zusammenzunähen.
Die Overlockmaschine schneidet und näht den Jersey mit hoher Geschwindigkeit. Sobald die Teile vorbereitet sind, ist das Zusammennähen wirklich ein Kinderspiel!
2. die Nähte sehr sauber sind
Die Nähte, die mit der Overlockmaschine gemacht werden, sind sehr ordentlich und verleihen deinem Nähprojekt ein professionelles Aussehen. Man würde kaum glauben, dass dein Sweatshirt selbstgenäht ist – es kann problemlos mit gekauften Modellen mithalten oder sie sogar übertreffen.
Und falls du keine Overlockmaschine hast... keine Panik! Die Nähmaschine wird dein Verbündeter sein, aber vergiss nicht, einen dehnbaren Stich auszuwählen (sonst reißen die Nähte), wie den Zickzack- oder den Blitzstich.
Was gehört in den Warenkorb der Näherin, um ein Sweatshirt zu nähen?
Hier ist, was ich jedes Mal für meine Sweatshirts bereithalte:
- ein Schnittmuster (entweder gedruckt oder Buch)
- Jersey: Sweat, french terry, milano, schwerer Viskosejersey, Teddy, Fleece...
- Polyesterfäden auf Spulen (für die Nähmaschine) oder Kegel für die Overlockmaschine
- Bündchenstoff, entweder als Schlauch oder als Streifen
- Heftfaden oder kleine Stoffklammern oder Stecknadeln
- Jersey-Nadeln
Je nach Schnittmuster kannst du dich für eingesetzte Ärmel, Raglanärmel, ausgestellte Ärmel entscheiden... Wir bieten eine Auswahl an Sweatshirt-Schnittmustern für Damen, Herren und Kinder im Schnittmusterbereich an. Schau gerne mal rein. Ich persönlich mag Raglanärmel sehr wegen ihres Komforts, aber auch weil ich gerne mit Kontrasten zwischen Ärmeln und Körper spiele.
Für den Jerseyverbrauch: Für ein Damensweatshirt rechnet man mit 1,5 m Jersey für eine "normale" Länge. Wenn du es verlängern möchtest, damit es mehr auf den Hüften sitzt, plane 1,7 m ein. Wenn du sehr klein bist wie ich (1,53 m), reichen manchmal auch 1,3 m.
Für den Bündchenstoff, wenn du die Ärmelbündchen, den Halsausschnitt und den Saum mit Bündchenstoff machen möchtest, rechne mindestens 50 cm, besser 60 cm, je nach gewünschter Breite des Streifens. Für das Sweatshirt aus dem Artikel habe ich 50 cm verwendet, das war gerade so ausreichend!
Wenn du Bündchenstoff als Streifen verwendest, nimm 2 Streifen à 110 cm.
Vergiss nicht, deinen Jersey und Bündchenstoff vor dem Zuschneiden zu waschen.
Wie näht man Jersey mit der Overlockmaschine und bereitet die Teile zum Zusammennähen vor?
Um dein Sweatshirt mit der Overlockmaschine zusammenzunähen, benutzt du das Messer der Overlockmaschine, um die rohen Kanten sauber abzuschneiden. Dieses Messer verträgt keine Nadeln... Wenn eine Nadel das Messer berührt, ist alles ruiniert! Meistens muss das Teil dann ausgetauscht werden. Wenn du also Nadeln benutzt, musst du sehr konzentriert und aufmerksam sein.
Deshalb stelle ich dir die drei vorhandenen Methoden vor, um die Teile für das Zusammennähen vorzubereiten:
1. Die Wonder Clips – die Plastik-Stoffklammern
Das funktioniert sehr gut bei dickeren Stoffen und da man sie nicht übersehen kann, gibt es kaum "Unfälle" mit Klammern am Messer. Man sieht sie gut und entfernt sie nach und nach, was ein großer Vorteil ist. Allerdings ist die Präzision dieser Stoffklammern deutlich geringer als bei den beiden anderen Methoden.
2. Die klassischen StecknadelnZur Vorbereitung der Nähte kannst du auch Stecknadeln verwenden, indem du sie parallel zur Naht steckst. So vermeidest du, dass sie ins Messer geraten. Das erfordert etwas Erfahrung, um sie richtig zu platzieren. Ich empfehle, sie leicht versetzt zu stecken, damit der Nähfuß der Overlockmaschine nicht darauf drückt und den Stoff dauerhaft markiert (wegen des Drucks auf die Nadel). Diese Methode erfordert Aufmerksamkeit, ermöglicht aber präzisere Passungen.
Diese Methode ist die Luxusvariante, besonders wenn du sehr rutschige Stoffe hast oder viel Mehrweite einarbeiten musst. Sie hat den Vorteil, dass sie keine Probleme mit dem Messer der Overlockmaschine verursacht. Der Nachteil ist natürlich der Zeitaufwand, vor allem wenn du nicht geübt im Heften bist.
Im Shop findest du das Material für alle drei Methoden. Meine Favoriten sind die Nadeln und der Heftfaden.
Die Näherfahrung
Für dieses Sweatshirt habe ich ein "hausgemachtes" Schnittmuster mit Raglanärmeln verwendet, das ich sehr mag und von dem ich schon mehrere Versionen genäht habe.
Die kleine Stoffklammer an der Schulter habe ich mit der Nähmaschine für mehr Präzision genäht. Der Rest des Zusammennähens wurde komplett mit der Overlockmaschine gemacht.
Für mein Sweatshirt habe ich 1,3 m gemusterten Sweatjersey aus dem Shop sowie 50 cm Bündchenstoff in Lurex-Fuchsfarbe gewählt. Für die Overlockmaschine habe ich beige und braune Kegel verwendet.
Ich habe zuerst die Ärmel an den Körper genäht. Dann habe ich die Seiten und Ärmel in einer Naht zusammengenäht.
Ich habe die Bündchenstreifen für den Halsausschnitt, die Ärmelbündchen und den Saum geschlossen und sie dann wieder in einer Naht (rundherum) zusammengenäht – und tadaa... eine Stunde später war mein super Sweatshirt fertig!
Ich habe es wieder sehr genossen, ein Sweatshirt zu nähen, ein unverzichtbares Teil in meinem Kleiderschrank! Und man sieht es an meinem glücklichen Gesichtsausdruck 😂. Und du, nähst du gerne Jersey?
Auf jeden Fall, wenn du dich nicht traust, alleine zu starten oder Angst hast, komplexere Teile mit der Overlockmaschine zu nähen, organisiere ich Kurse im Atelier, um dir den Einstieg zu erleichtern. Schau dir gerne unser Kursangebot an... damit du direkt loslegen kannst!




2 Bewertungen zu „Ein Sweatshirt komplett mit der Overlockmaschine zu nähen... das ist gar nicht so schwer!“
Myriam
Il est super. Je me laisserais bien tenter quand je lis la facilité avec laquelle il est réalisé.
Swalens
Super vos explications pour le sweet et pour le reste je regarde merci beaucoup