Anlässlich der Erweiterung unseres Farbsortiments an Nähgarnen möchte ich den Fokus auf Nähmaschinengarn legen. Das Garn garantiert nicht nur die Festigkeit der Kleidungsnähte, sondern auch die Qualität der Verarbeitung. Wie enttäuschend ist es, ein mit Liebe genähtes Kleidungsstück beim ersten Anprobieren reißen zu sehen oder wenn die Nähte beim ersten Waschen aufgehen!
Ein hochwertiges Garn ist glatt und gleichmäßig.
Deshalb finden Sie in unserem Geschäft Spulen mit hochwertigem Nähgarn der deutschen Marke Gütermann, die eine große Farbauswahl bietet.
Welchen Garntyp soll ich für die Maschine wählen?
Die meisten Nähprojekte gelingen perfekt mit einem Standard-Polyestergarn.
Warum?
Polyestergarn ist widerstandsfähig und leicht elastisch. Es ist stärker als Baumwollgarn und kann für gewebte Stoffe (Kette und Schuss...) oder Maschenware (wie Jersey, French Terry, Sweat...) verwendet werden. Deshalb wird Polyestergarn oft als Universalgarn bezeichnet.
Polyester bietet eine Elastizität/Flexibilität, die Baumwolle nicht hat. Baumwollgarn kann nur für gewebte Stoffe verwendet werden; also nicht für Maschenware, da es sonst bei der kleinsten Spannung am Kleidungsstück reißen kann.
Ein weiterer Vorteil: Standard-Polyestergarn ist in einer breiten Farbpalette erhältlich und lässt sich daher leicht auf den Stoff abstimmen.
Außerdem ist es abriebfest, schimmelresistent und lichtbeständig. Und schließlich ist es formstabil und läuft nicht ein.
Welche Garnstärke soll ich für mein Projekt wählen?
Für die meisten Nähprojekte ist das Garn Nr. 100, das sogenannte „Standard“-Garn, perfekt. Je nach Projekt benötigen Sie jedoch ein feineres Garn (z. B. für Musselin) oder ein dickeres Garn (z. B. für denim, Wollstoffe...).
Die Garnstärke wird als Garnnummer bezeichnet. Sie ist auf der Spule mit einer Zahl zwischen 30 und 120 angegeben. Diese Zahl nennt man metrische Nummer und entspricht der Anzahl Kilometer Garn, die in einem Kilogramm Garn enthalten sind. Bei der metrischen Nummer 100 sind also 100 km Garn in 1 kg dieses Garns enthalten.
Es gibt auch eine besonders widerstandsfähige Version des Polyestergarns, die besonders nützlich für Projekte ist, die sehr belastbare Nähte erfordern (dicke Stoffe).
Man verwendet sie für:
- Handgenähte Knopflöcher,
- Dekorative Nähte,
- Topstitching...
Ich habe die Tipps befolgt, aber mein Garn reißt beim Nähen?
Wenn Ihr Garn trotz allem beim Nähen reißt, kann das mehrere Gründe haben.
Schauen wir uns die häufigsten an:
1. Schlechte Garnqualität. Wenn Ihr Garn beim Kauf fusselig, unregelmäßig, dünn oder flusig ist, lassen Sie besser die Finger davon. Es ist besser, in eine höhere Qualität zu investieren, als sich vor der Nähmaschine zu ärgern! Außerdem kann diese Garnqualität Ihre Maschine beschädigen, indem sie sie verschmutzt.
2. Das Garn ist nicht für den Stoff geeignet, es ist vielleicht zu dünn oder nicht widerstandsfähig genug. Wenn Sie Baumwollgarn für ein Jersey-T-Shirt gewählt haben, wird es reißen.
3. Die Nadel ist nicht für den Stoff- und Garn-Typ geeignet. Man kann es nicht oft genug sagen: Passen Sie die Nadel an den Stoff an: Jerseynadel für Maschenware, Denim-Nadel für Jeans...
4. Falsches Einfädeln des Ober- oder Unterfadens. Denken Sie daran, es bei Bedarf neu zu machen.
5. Unterschiedliche Garnqualität auf der Spule und in der Unterfadenspule. Achten Sie immer darauf, oben und unten dieselbe Garnqualität zu verwenden.
6. Fadenspannungseinstellung
7. Wenn das Problem nach Überprüfung all dieser Punkte weiterhin besteht, benötigt Ihre Maschine möglicherweise eine gründliche Reinigung oder Wartung.
Ich hoffe, dieser Artikel konnte Ihnen neues Wissen über Nähgarne und deren Verwendung vermitteln. Ich kann es nicht lassen, Ihnen die Auspackaktion meines Garnschranks zu zeigen – der Traum jeder Näherin... Ich freue mich sehr, Ihnen jetzt noch mehr Farbtöne anbieten zu können! Zögern Sie also nicht, mich zu fragen, ob ich Ihre Garne auf Ihre Stoffauswahl abstimmen soll. Ich mache das gerne!
Ran an die Nadeln!


