Blockdruck: eine Drucktechnik für unglaubliche Stoffe!

Anlässlich der Ankunft unserer schönen Popelines mit Blockprint dachte ich, dass ihr diese Technik vielleicht noch nicht kennt...

Warum also nicht einen schönen Blogartikel darüber schreiben?

Ohne zu zögern habe ich mich daran gemacht, und wisst ihr was... auch ich habe beim Schreiben dieses Artikels viel gelernt! 

Also los geht’s, ab nach Indien und zu seinen Wundern! 


Ein bisschen Geschichte

Wie ich oben schon sagte, beginnt alles wirklich in Indien. Tatsächlich wird der Blockprint in Indien seit mehreren Jahrhunderten praktiziert. Zwar gibt es Spuren von Textildruck bereits in der Antike in China oder Ägypten, doch in Indien hat diese Kunst dank der Geschicklichkeit der Handwerker, insbesondere aus Rajasthan, ihre volle Blüte erreicht. 

Diese Baumwollen kamen Ende des 16. Jahrhunderts durch die Portugiesen nach Europa, und natürlich nannten wir sie... „les indiennes“!
Diese Stoffe lösten damals große Begeisterung wegen ihres „Exotismus“ aus, aber es war auch die Zeit, in der man Baumwolle entdeckte – ihre Leichtigkeit, ihre Sonnenbeständigkeit und ihre wunderschönen Farben, die beim Waschen nicht so verblassen! 

So kopiert Europa nach und nach diesen Prozess, insbesondere für die toile de Jouy! 

Aber wie entsteht eigentlich ein Blockprint-Stoff?

In Indien arbeiten die Handwerker mit geschnitzten Holzstempeln, die sie in regelmäßigen Abständen auf die toile drücken, um ein Muster zu erzeugen. Verschiedene Farben werden mit verschiedenen Stempeln aufgetragen, wobei sie genau auf die verschiedenen Markierungen achten; das erfordert viel Geschick und Übung. 
Dieser Prozess wird Schicht für Schicht aufgebaut, zuerst mit Farbstoff, dann mit Farbe, um dem Muster Leben einzuhauchen! 

Der gesamte Prozess erfordert großes Können.

1. Die Schnitzerei von exotischem Holz (zum Beispiel Rosenholz), die je nach Muster 4 bis 6 Tage dauert, da es so viele Stempel wie Farben gibt, die für das Muster verwendet werden, manchmal bis zu 10 Stempel!
2. Die Wahl des Stoffes (Baumwolle, Seide…)
3. Die Wahl der Farbkombination
4. Das Eintauchen des Blocks/Stempels erfolgt mehrere Tage lang in Pflanzenöl, um eine bessere Haftung der Farbe und eine längere Lebensdauer des Stempels zu gewährleisten.
5. Das Auftragen des oder der Stempel erfordert den gleichen Druck auf den Stoff, um die gleiche Farbintensität zu erzielen. 
6. Der Stoff wird gewaschen, getrocknet, gebügelt… 

Sehen wir uns das im Video an! 


In Europa wird die Technik kopiert und weiterentwickelt. Tatsächlich ersetzen europäische Industrielle den geschnitzten Holzstempel durch Kupferplatten und später durch Metallwalzen. Das macht den Prozess einfacher, schneller und reproduzierbar! 

Was allmählich zu modernen Drucktechniken führen wird...

Was unterscheidet den Blockdruck und macht letztlich seinen ganzen Charme aus?

Im Gegensatz zum Digitaldruck trägt der Blockdruck immer noch die Spuren der menschlichen Hand, des Handwerkers... Der Blockdruck trägt die Handschrift seines Schöpfers mit all seinen Qualitäten, aber auch kleinen Fehlern, die seinen Mustern ihre ganze Schönheit verleihen.

Tatsächlich hat jeder Handwerker seine eigene Art zu drucken, wodurch jede Kreation zu einem einzigartigen Objekt wird. Die Farben reagieren unterschiedlich auf Feuchtigkeit und Licht, was jeden Druck einzigartig macht. 

Diese leichten Variationen, diese kleinen Unebenheiten im Muster sind keine Fehler: Sie spiegeln eine lebendige Kunst wider. 

Für mich spricht das an, es verführt mich und erinnert mich an die japanische Philosophie des Wabi Sabi, die die Unvollkommenheit der Dinge feiert 😊. Seien wir perfekt unperfekt! 

Und Sie, reizt Sie diese Art von Stoffen?

Entdecken Sie die Blockdrucke in unserem Geschäft in Ixelles und im Webshop hier

An die Nadeln! 

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