Ich wollte für den Urlaub weite Hosen aus leichter toile für die kühleren Abende. Ich hatte bei Uniqlo hübsche entdeckt und nachdem ich sie angefasst hatte... dachte ich, dass ich das wegen der Einfachheit dieser Modelle gut selbst machen könnte.
Also machte ich mich auf die Suche nach einem Schnittmuster, das grob dem entsprach, was ich wollte... Ich hatte das Fez-Hosenmodell von La Maison Victor entdeckt, aber...
Ich wollte:
- Taschen
- Paspeln entlang der Beine
- einen lustigen Gummi für die Taille.
Also musste ich es etwas abändern.

Hier kommt das Hacken des Schnittmusters ins Spiel ;-)
Zunächst eine kleine Definition des Hackens oder Hackens eines Schnittmusters: Es ist die Kunst, ein bereits bestehendes Schnittmuster zu verändern, um das fertige Kleidungsstück an die eigenen Wünsche anzupassen.
Zum Beispiel einen kurzen Ärmel verlängern, um einen langen Ärmel daraus zu machen, eine Bluse in ein Kleid verwandeln, einen Ausschnitt verändern, um ein Dekolleté zu schaffen...
Der Zeitgewinn ist erheblich, da man die Basis eines Schnittmusters verwendet; man muss nicht alles neu zeichnen, sondern nur die notwendigen Änderungen vornehmen. Beim Hacken eines bestehenden Schnittmusters ist es wichtig, das geistige Eigentum des Schöpfers zu respektieren. Das Hacken eines Schnittmusters erlaubt keinesfalls, sich die „neue“ Version anzueignen.

Wie bin ich bei diesem ganz einfachen Hack vorgegangen?
1. Ich habe Taschen gezeichnet (messen Sie Ihre Hand, um die Tiefe der Taschen zu bestimmen).
Dann habe ich sie aus einem farblich passenden Futterstoff ausgeschnitten.
Sie sollten vier Teile haben; zwei für jede Seite.
Um sie vorne zu platzieren (Markierungen setzen), ist Anprobieren am besten. Indem ich das Vorderteil an mich hielt, konnte ich die Höhe der Taschöffnung so bestimmen, dass sie zu meiner Figur passt.
2. Ich habe entlang des Vorderbeins (Teil A) außen meine kontrastierende Paspel angenäht.
3. Ich habe den von La Maison Victor vorgeschlagenen elastischen Bund durch einen 4 cm breiten, fantasievollen Gummi ersetzt.
4. Ich musste die Hosenbeine kürzen, da das Fez-Modell ziemlich lang ist und ich recht klein bin ;-)


Ich bin ziemlich stolz auf meine beiden Sommerhosen, die ich auch als Hausanzughosen benutze, wie man so sagt ;-)
Ich denke, dieses Hacken könnte mir helfen, Pyjamahosen zu machen, die man mit einem T-Shirt trägt. Warum nicht aus ganz weichem Samt mit Gummizügen am Beinabschluss?
Das Fez-Modell wird von La Maison Victor in den Größen 30 bis 48 angeboten mit:
- Taillenumfang zwischen 66 und 94,5 cm
- Hüftumfang zwischen 82 und 122 cm
- Schrittlänge zwischen 86 und 111 cm
- Seitennahtlänge (mit originalem LMV-Bund) zwischen 63 und 82,5 cm.
Ich habe das Modell in Größe 34 zugeschnitten und es passte perfekt. Keine Änderungen nötig.

Die Schritte sind sehr einfach zu befolgen und das Nähen dauert wirklich nicht lange. Es ist ein sehr nettes Schnittmuster, um ein erstes Kleidungsstück herzustellen. Es ist übrigens von La Maison Victor als Start-to-sew eingestuft.
Die technischen Punkte sind:
- das Nähen der Schrittnaht
- das Zusammennähen des Bundes (Originalversion) oder das Einsetzen des Taillengummis
- das Nähen der Paspel für die gehackte Version
- die Säume am Hosenbeinabschluss.
Für meine beiden Modelle habe ich verwendet:
blaue Version:
- einen Stoff von Mondial Tissus
- eine neonpinke Paspel, einen pinken Lurex-Gummi und Futter von Veritas

Beige Version:
- ein Stoff aus Tokio vom Laden Tomato in Nippori
- eine Lurex-Paspel von der Mercerie Wonderland
- ein weißer und goldener Gummi von Veritas.


