Wie wählt man seine Nähmaschine aus? Meine 7 wichtigsten Kriterien, um keine Fehler zu machen.

Viele von Ihnen fragen mich, welche die beste Maschine für Nähanfänger ist. Um den Kauf der ersten Nähmaschine zu entmystifizieren, lade ich Sie ein, meine 7 Empfehlungen zu entdecken, damit Sie keine Fehlentscheidung treffen!

Wenn Sie eine genaue Empfehlung wollten, könnten Sie enttäuscht sein... denn jede Person hat spezifische Bedürfnisse und Wünsche beim Nähen, ein unterschiedliches Budget und besondere Vorstellungen (Jersey, Kunstleder...). Kurz gesagt, eine Maschine passt gut zu einer Person und gefällt einer anderen überhaupt nicht! Wir werden daher gemeinsam die wichtigsten Kriterien herausfinden, um die Maschine zu wählen, die am besten zu uns passt.   

Schauen wir uns gemeinsam die 7 wichtigsten Empfehlungen an, die ich für Sie zusammengestellt habe, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen!

1. Bestimmen, was man mit der Nähmaschine machen möchte – Welche Nähprojekte haben wir? Wie oft werden wir nähen?

Alle Maschinen haben ihre Besonderheiten; einige ermöglichen das einfache Nähen von dicken Stofflagen (für Decken, Mäntel, Jeans...), andere haben Stickstiche, manche besitzen einen Doppelantrieb... All diese Funktionen sind nur dann nützlich, wenn Sie sie wirklich brauchen... Es bringt nichts, 1000 Grundfunktionen auf einer Maschine zu haben, wenn man tatsächlich nur zwei davon nutzt.  

Für die Wahl der Maschine ist es wichtig, die Projekte zu bestimmen, die uns am meisten reizen. Möchten wir eher Accessoires wie Taschen nähen, bei denen das Nähen von dicken Stofflagen entscheidend ist, oder eher Kleidung aus empfindlichen Stoffen, bei denen wir Präzision und schöne gerade Nähte brauchen?

Die Projekte, die Sie interessieren, zu bestimmen, hilft Ihnen, sich in der großen Auswahl an Maschinen auf dem Markt zu orientieren.  

Andererseits bestimmt die Nutzungsfrequenz der Maschine auch, ob man eine robuste Maschine braucht, die lange hält, oder ob man nur eine kleine Maschine für ein paar kleine Projekte im Monat möchte.  

2. Ein Budget festlegen – den angemessenen Preis für das Hobby Nähen/Kreativarbeiten einschätzen

Das zweite sehr wichtige Kriterium bei der Wahl der Maschine ist der Preis, denn es gibt Maschinen für unter 100 Euro ebenso wie für mehrere Tausend Euro. Es ist wichtig, ein vernünftiges Budget für Ihr kreatives Hobby festzulegen. Dieses Budget hilft Ihnen, eine Maschinenauswahl zu treffen und somit die gängigsten Funktionen einer solchen Serie zu bestimmen.

Für meinen Teil wusste ich beim Start nicht, ob ich beim Nähen bleiben würde. Ich hatte mir ein Budget von maximal 200 Euro für meine erste Nähmaschine gesetzt. Ich habe mir eine kleine mechanische Toyota-Maschine gegönnt, die mich in meinen ersten zwei Nähjahren sehr gut begleitet hat. Ich habe damit problemlos Kleidung und Accessoires hergestellt. Ich habe sie ersetzt, als ich mich näher für technische Stoffe, dicke Stoffe ... interessierte, für die sie leider nicht ausreichend war. 

Dennoch hat es mir ermöglicht, 2 Jahre lang auf einer Maschine unter 200 Euro zu nähen. Dabei habe ich sie wirklich viel benutzt. 

3. Bestimmen Sie den für sich akzeptablen Nähkomfort

Hier stellen sich mehrere Fragen, darunter die Wahl zwischen einer elektronischen oder mechanischen Maschine, mit Doppeltransport, dem Geräuschpegel...

Elektronisch oder mechanisch

Beide Modelle haben ihre Vorteile.

Die Mechanik ist:

  • relativ günstiger 
  • laut
  • manuell einstellbar
  • robust

Die Elektronik ist:

  • teurer
  • weniger laut
  • verfügt über eine automatische Sticheinstellung

Auch wenn man versucht sein könnte, immer zu einer elektronischen Maschine zu greifen, kann das Bedienen einer mechanischen Maschine und das Erlernen der Stich-Einstellungen (Länge, Breite...) am Einstellrad das Verständnis für die Stichregulierung erleichtern. 

Der Geräuschpegel kann ebenfalls ein Auswahlkriterium zwischen diesen beiden Typen sein, besonders wenn Ihre Maschine in einem Wohnraum steht. Mechanische Maschinen sind nämlich laut und können die familiäre Ruhe stören. Das war übrigens die erste Überlegung (und Erleichterung) meines Mannes, als ich meine kleine mechanische Toyota durch meine elektronische Janome ersetzt habe. 

Überlegen Sie auch, ob Sie brauchen/möchten:

  • ein automatischer Fadenabschneider, 
  • ein Nadeleinfädler, 
  • die Option zur Nadelverstellung, 
  • ein Doppeltransport, 
  • die sichtbare Spule oben, 
  • automatische Knopflöcher,
  • die Option zur Einstellung der Stichgeschwindigkeit
  • ...

das wird auch Ihre Wahl der Maschinenserie beeinflussen. 

4. Die standardmäßig verfügbaren Stiche an der Maschine

Man kann von der Vielfalt der verfügbaren Stiche an den Maschinen beeindruckt sein, und das kann sogar ein Verkaufsargument mancher Händler sein, aber bleiben wir realistisch... die meiste Zeit, also 99% der Zeit, werden wir den Geradstich verwenden. Deshalb bevorzuge ich eine Maschine, die einen schönen, gleichmäßigen Geradstich macht, statt einer Maschine mit 120 verschiedenen Stichen und einem mittelmäßigen Geradstich... Wenn Sie mir also gut gefolgt sind, seien Sie kompromisslos bei der Schönheit und Qualität des Geradstichs!

Stellen Sie sicher, dass die Maschine folgende Stiche besitzt:

  • der Geradstich
  • der Zickzackstich (besonders wenn Sie keine Overlockmaschine haben)
  • die Knopflochfunktion 
  • der Stretchstich (praktisch zum Nähen von Jersey)

Ansonsten ist es eine Frage der Wahl; es kann schön sein, einige Dekorstiche zu haben, um einen Kragen, einen Saum oder eine Tasche zu verzieren... aber das ist nicht unbedingt notwendig. 

5. Die verfügbaren Nähfüße

Wie bei den verfügbaren Grundstichen sollten Sie auch die mitgelieferten Nähfüße bewerten, denn einige Marken verkaufen zusätzliche Füße zu relativ hohen Preisen, und die sogenannten Standardfüße in Sets sind oft von minderer Qualität. Daher lohnt es sich, genau zu prüfen, welche Füße Sie am meisten benötigen und ob diese mit der Maschine geliefert werden.

Ich empfehle Ihnen, mindestens die folgenden vier Füße zu haben, die oft sehr nützlich sind:

  • ein Standardfuß 
  • ein Fuß für sichtbare Reißverschlüsse und Paspeln
  • ein Fuß für unsichtbare Reißverschlüsse
  • ein Knopflochfuß

Mit diesen ersten vier Nähfüßen können Sie bereits viele Nähprojekte umsetzen, bevor Sie neue kaufen müssen, falls sie nicht mit der Maschine geliefert werden.

6. Das Gewicht der Maschine

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der ersten Maschine kann auch ihr Gewicht sein. Wenn Sie nämlich noch keinen eigenen Nähplatz haben, müssen Sie die Maschine wahrscheinlich regelmäßig zum Verstauen bewegen. Das gilt auch, wenn Sie an Nähkursen teilnehmen und Ihre Maschine mitbringen müssen oder wollen. Um Ihren Rücken zu schonen, empfehle ich Ihnen, dieses Kriterium zu prüfen, da einige Maschinen (darunter auch ältere gebrauchte) sehr schwer und schwer zu transportieren sein können.

Im Gegenteil, achten Sie auch darauf, kein zu leichtes Modell zu wählen, das sich als zerbrechlich erweisen könnte (wie bei Maschinen „ganz aus Plastik“) oder das beim Nähen aufgrund seines geringen Gewichts stark vibriert. Die Vibration ist oft sehr unangenehm, sowohl für den Nähkomfort (mit einer Maschine, die sich bewegt) als auch für Ihre Arme, die alle Vibrationen abfangen müssen, was nicht gut für Ihre Gelenke ist. 

Es geht also darum, das richtige Gleichgewicht zu finden.  

7. Probieren vor dem Kauf

Letzter und nicht unwichtiger Rat: Probieren Sie aus, bevor Sie kaufen!

Wenn Sie noch nie eine Nähmaschine benutzt haben

Wenn Sie mit dem Nähen anfangen und noch nie eine Maschine benutzt haben, empfehle ich Ihnen, es zuerst einmal auszuprobieren; sei es in einem Kurs, bei einer Bekannten, einem Verwandten... der Ihnen seine Maschine leiht... um zu sehen, ob Ihnen das Nähen gefällt. Es ist wirklich schade, Geld in eine Maschine zu investieren, die dann im Schrank verstaubt, wenn Ihnen das Nähen letztlich doch nicht gefällt. Nähen ist ein handwerkliches Hobby, und man merkt schnell, ob man daran Gefallen findet oder nicht, glauben Sie mir!

Wenn Sie bereits mit dem Nähen begonnen haben 

Wenn Sie bereits eine oder mehrere Maschinen benutzt haben, empfehle ich Ihnen, zu einem Händler für Nähmaschinen verschiedener Marken zu gehen und mehrere Modelle und Marken zu testen, die Sie zuvor anhand der vorherigen Kriterien ausgesucht haben. Vor allem: testen Sie sie. Sie werden viel davon profitieren, anstatt eine Maschine zu kaufen, die Ihnen am Ende nicht gefällt. Oft ist die Handhabung einer Nähmaschine, wenn Sie etwas Näherfahrung haben, ein guter Indikator dafür, ob Sie gerne damit nähen werden oder nicht.

Zum Schluss noch ein letzter Rat: Gönnen Sie sich etwas! Der Kauf einer Maschine ist ein entscheidender Moment im Leben einer Hobbyschneiderin oder Profi. Also zerbrechen Sie sich nicht zu sehr den Kopf bei der Suche nach Ihrer Maschine, testen Sie sie und vertrauen Sie auf sich selbst! Denn Nähen soll Freude und Gemeinschaft bleiben!

Viel Spaß beim Nähen an alle!

2 Bewertungen zu „Wie wählt man seine Nähmaschine aus? Meine 7 wichtigsten Kriterien, um keine Fehler zu machen.

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Brigitte De Coninck

Merci pour ces conseils d’achat d’une machine à coudre.

June 1, 2023 at 09:12am
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Strauven Patricia

Un tout grand merci pour vos bons conseils

January 2, 2022 at 15:22pm

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